Ursache

Kreisrunder Haarausfall

Eine runde, kahle Stelle — entdeckt beim Kämmen oder im Spiegel, und von einem Tag auf den anderen da. Der erste Gedanke ist meist der schlimmste. Deshalb das Wichtigste zuerst: Die Haarwurzel ist nicht zerstört.Sie kann wieder wachsen. Der Fachbegriff ist Alopecia areata.

Was ist kreisrunder Haarausfall?

Das Immunsystem richtet sich gegen die eigenen Haarwurzeln. Es ist also keine Infektion und nichts, was du dir geholt hast. Warum das passiert, ist bis heute nicht abschließend geklärt.[1]

Entscheidend ist, was nicht passiert: Die Haarwurzel bleibt erhalten. Ziehen sich die Immunzellen wieder zurück, kann das Haar normal weiterwachsen.[1]

Du bist damit nicht selten: In Deutschland hatten im Jahr 2020 rund170.000 Menschen diese Diagnose, etwa 70.000 kamen in dem Jahr neu dazu.[1]

Wie sieht es aus?

Am häufigsten sind einzelne runde kahle Stellen auf dem Kopf. Die Haut darin ist glatt und unauffällig, nicht gerötet — manchmal fühlt sie sich leicht geschwollen an. Mehrere Stellen können zusammenwachsen.[1]

Es kann bei einer Stelle bleiben. Es kann sich auch auf den ganzen Kopf ausbreiten. Augenbrauen, Wimpern und Körperhaar können mitbetroffen sein, und die Nägel können kleine Dellen bekommen.[1]

Wachsen die Haare wieder nach?

Oft ja. Bei bis zur Hälfte der Betroffenen mit einzelnen kahlen Stellen wächst das Haar innerhalb des ersten Jahres nach — in den ersten sechs Monaten kann das sogar ohne jede Behandlung passieren. Deshalb wird manchmal bewusst erst abgewartet.[1]

Was dazugehört, auch wenn es sich nicht gut liest: Es kann wiederkommen. Die Leitlinie nennt das Rückfallrisiko hoch.[1] Wie es bei dir aussieht und ob eine Behandlung sinnvoll ist, klärt eineHautarztpraxis.

Was die Behandlungsleitlinie zur Perücke sagt

Die Leitlinie empfiehlt ausdrücklich, Betroffene über Haarersatz aufzuklären — Perücken, Haarteile und Topper. Ihre Begründung: Ein Haarersatz ermögliche, weiter am sozialen Leben teilzunehmen, ohne auf die Erkrankung angesprochen zu werden. Befragungen von Trägerinnen zeigen, dass sich Lebensqualität und Selbstvertrauen verbessern.[1] Das ist keine Verkaufsaussage, sondern eine ärztliche Empfehlung.

Was die Krankenkasse zahlt

Hier kommt es auf das Ausmaß an. Die Regel der gesetzlichen Kassen: Beiweitgehendem oder stellenweise vollständigem Haarverlust kann eine Perücke übernommen werden — bei leichtem, diffusem Haarausfall nicht. Der vollständige Verlust der Haare ist dabei ausdrücklich als Fall genannt, für den ein Anspruch bestehen kann.[2]

Du brauchst ein Rezept — auf dem rosa Formular wird Feld 7 — Hilfsmittel angekreuzt. Die Abrechnung macht das Fachgeschäft, nicht du. Die Beträge für 75 Krankenkassen findest du hier.

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Weiterlesen: Topper, Extensions oder Perücke? ·Echthaar oder Kunsthaar? ·Alle Ursachen im Überblick

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