Anlagebedingter Haarausfall bei Frauen
Man merkt es nicht am Abfluss, sondern am Scheitel. Er wird breiter, am Oberkopf scheint die Kopfhaut durch, der Zopf fühlt sich dünner an. Das ist die häufigste Form von Haarverlust bei Frauen — bis zu 40 Prozent sind betroffen.[2] Sie heißt auch erblich bedingter Haarausfall, im Fachwort androgenetische Alopezie.
Woran erkenne ich ihn?
Am Muster. Bei Frauen zeigt sich der anlagebedingte Haarausfall „in der Regel durch Schütterkeit im Mittelscheitel" — Fachleute nennen das den weiblichen Typ nach der Ludwig-Einteilung.[1]
Geheimratsecken und eine kahle Stelle am Wirbel sind dagegen dasmännliche Muster.[1] Bei Frauen tritt es kaum auf.[3] Das ist der Grund, warum sich für Frauen andere Lösungen anbieten als für Männer — dazu unten.
Wichtig für die Einordnung: Ein Ausfall von bis zu 100 Haaren täglich ist normal.[1] Beim anlagebedingten Haarausfall fallen nicht mehr Haare aus als sonst — die einzelnen Haare werden dünner, weil sich die Wachstumsphasen verkürzen und die Haarschäfte an Dicke verlieren.[1]
Warum passiert das?
Die Haarwurzeln an diesen Stellen sind überempfindlich gegenüber einem Abbauprodukt des Testosterons (DHT).[2] Diese Empfindlichkeit ist vererbt und betrifft nur bestimmte Bereiche der Kopfhaut — deshalb das Muster.
„Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Glatzenbildung undAndrogenspiegeln im Blut."[1] Wenn deine Hormonwerte in Ordnung sind, heißt das also nicht, dass du dir das einbildest. Die Empfindlichkeit sitzt in der Haarwurzel, nicht im Blut.
Wachsen die Haare wieder nach?
Ehrlich: von selbst nicht. Der anlagebedingte Haarausfall ist kein vorübergehender Zustand, sondern ein Verlauf, der langsam weitergeht. Darin unterscheidet er sich vomdiffusen Haarausfall, der einen Auslöser hat und meist wieder aufhört.
Was medizinisch möglich ist, gehört in ärztliche Hände — dazu geben wir hier bewusst keine Empfehlung ab. EineHautarztpraxis kann das Muster bestätigen und andere Ursachen ausschließen, die ähnlich aussehen.
Was hilft sofort sichtbar
Hier liegt der praktische Teil, und er passt genau zu dem Muster von oben: Wenn sich nur der Oberkopf lichtet und das Haar an den Seiten und an der Stirn steht, muss nichts ersetzt werden — es muss ergänztwerden.
Ein Haartopper ist ein Teilstück, das auf dem Oberkopf sitzt — dein eigenes Haar bleibt sichtbar und rahmt ihn ein. Deshalb sieht man ihn nicht. Und deshalb funktioniert er bei Frauen so gut: Weil die Stirnpartie und die Seiten beim weiblichen Muster stehen bleiben, ist genau der Rahmen da, den ein Topper braucht.
Ist überall noch Haar vorhanden, nur insgesamt weniger, verdichtenExtensions das vorhandene Haar. Wo die Grenze zwischen beidem liegt, steht im Vergleich.
Zahlt die Krankenkasse?
In der Regel nicht. Weil der anlagebedingte Haarausfall nicht als Krankheit eingestuft ist, zahlt die Krankenversicherung „in aller Regel nicht für eine Behandlung".[2] Und für eine Perücke gilt: bei leichtem, diffusem Haarausfall besteht keine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung.[3]
Praktisch heißt das: Topper und Extensions zahlst du selbst — dafür brauchst du kein Rezept und wartest auf keine Genehmigung. Wann die Kasse doch zuständig ist, steht auf der Kassenseite.
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